
Kamen-Web schrieb am 11. April 2024:
„In seinem eindrucksvollen Werk „Salz & Eisen“ entführt uns der Autor Horst Hensel in die Wirren des vergessenen Bürgerkriegs im Ruhrgebiet im Frühjahr 1920. Mit über tausend Seiten spannt Hensel einen gewaltigen Erzählbogen, der nicht nur historische Ereignisse aufgreift, sondern auch das Schicksal gewöhnlicher Menschen in außergewöhnlichen Zeiten beleuchtet.
Das Buch stellt die politische Korrektheit in Frage und wagt es, große Erzählbögen zu spannen, anstatt sich auf kleinere, bequemere Entwürfe zu beschränken. Hensel lässt uns eintauchen in eine Zeit, in der arbeitende Menschen für ihre Rechte kämpften und sich gegen eine drohende Militärdiktatur auflehnten.
Der Roman erzählt vom Reichswehrputsch im März 1920, dem folgenden Generalstreik und dem Aufstand der Arbeiter im Ruhrgebiet. Durch die sorgfältige Recherche und die lebendige Sprache des Autors werden die Ereignisse dieser Zeit greifbar und lebendig.
Hensel gelingt es, historische Figuren wie Arbeiterführer, Generäle und Politiker mit fiktiven Charakteren zu verweben und so ein facettenreiches Bild der damaligen Gesellschaft zu zeichnen. Dabei wird auch die internationale Dimension des Konflikts beleuchtet, von den USA bis zum Moskauer Kreml.
„Salz & Eisen“ ist nicht nur ein historischer Roman, sondern auch eine Reflexion über Liebe, Verrat und die Frage nach dem Verlauf der Geschichte. Hensels persönlicher Hintergrund als Kind einer Bergarbeiterfamilie im Ruhrgebiet verleiht dem Werk eine besondere Authentizität und Tiefe.
Horst Hensel, der sein Leben der Literatur und dem Kampf gegen rechte Gewalt gewidmet hat, präsentiert uns mit „Salz & Eisen“ ein eindrucksvolles Epos über eine vergessene Episode deutscher Geschichte. Ein Buch, das zum Nachdenken anregt und lange in Erinnerung bleibt.“