Horst Hensel (* 2. Mai 1947 in Westick bei Kamen) ist ein deutscher Schulpädagoge und Schriftsteller. Er wurde in einer Bergarbeiterfamilie im Ruhrgebiet geboren, erlernte ein Elektrohandwerk, studierte später Politik, Geschichte, Wirtschaft und Pädagogik in München und Dortmund, wo er zum Dr. paed. promoviert wurde.
Als Lehrer arbeitete er an der Gesamtschule Kamen. Zugleich war er Mitherausgeber und Redakteur pädagogischer Fachzeitschriften, darunter der Zeitschrift Demokratische Erziehung. Er war und ist an deutschen und ausländischen Hochschulen tätig, in Bielefeld von 1975 bis 1978 als Hochschulassistent und ab den 1990er Jahren als Gastdozent an der Autorenhochschule in Leipzig, der Tongji-Universität in Shanghai und der Fremdsprachenuniversität in Guangzhou (Kanton) sowie an der Freien Universität in Berlin. Seine Lehraufträge umfassen Schulpädagogik, deutsche Literaturgeschichte, Literatursoziologie, Sprachpolitik u.a.
1977 bis 1979 war Hensel Bundesvorsitzender des Werkkreises Literatur der Arbeitswelt. Er ist Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland. 1993 gründete er in Kamen die Bürgerinitiative Runder Tisch gegen fremdenfeindliche Gewalt. 1999 bis 2002 war er stellvertretender Bundesvorsitzender des Vereins Deutsche Sprache. 2000 bis 2019 war er ehrenamtlicher Vorstandsvorsitzender des Lokalradios Antenne Unna in Nordrhein-Westfalen.
Hensel wohnt in Kamen und Gütersloh, wo er in zweiter Ehe verheiratet ist. Er ist Vater von zwei Töchtern aus erster Ehe und Großvater zweier deutsch-senegalesischer Enkelkinder.
Als Autor veröffentlichte Hensel bisher zwei Dutzend Bücher, darunter Romane, Gedichte, Kinderbücher, Sammelbände mit Reportagen und Essays und Bücher zur Schulpädagogik, zur Literatursoziologie und Sprachpolitik. Außerdem schreibt er Hörspiele, Theaterstücke und Opern-Libretti und war Mitautor von Fernsehreportagen. Er hat rund 200 Aufsätze und Essays zur Schulpädagogik, Geschichte, Politik, Literatur, Kunst und Kultur in verschiedenen Zeitungen, Zeitschriften und Fachzeitschriften veröffentlicht.
Sein Vorlass befindet sich im Fritz-Hüser-Institut für Literatur und Kultur der Arbeitswelt in Dortmund.